„Meine zweite Familie“: Cornelia Krumm verabschiedet sich in den Ruhestand

Nach mehr als 28 Jahren verabschiedete die Emil Scheibel Schwarzwald-Brennerei vergangene Woche eine ihrer langjährigsten Mitarbeiterinnen. Mit Engagement, Fachwissen und positiver Ausstrahlung hat Cornelia Krumm das Arbeitsumfeld nachhaltig geprägt und ist zu einem unverzichtbaren Teil der Scheibel-Familie geworden. Und auch für sie selbst war das Unternehmen weit mehr als ein Arbeitsplatz – es wurde zu ihrer „zweiten Familie“.

Ein Vierteljahrhundert Engagement und Verlässlichkeit

Cornelia Krumm – von allen nur liebevoll „Conny“ genannt – begann am 1. Juli 1999 offiziell ihre Tätigkeit im Familienunternehmen, nachdem sie bereits zuvor stundenweise unterstützt hatte. Von Beginn an prägten Engagement, Zuverlässigkeit ihre Arbeit, hinzu kam über die Jahre ihre Erfahrung. „Ob beim Verpacken von Geschenkartikeln, im Packraum oder an der Produktionslinie: Sie war immer dort, wo sie gebraucht wurde“, fasst Geschäftsführer Raphael Sackmann zusammen.

„Egal, ob Maschinen gezickt haben, Flaschen fehlten oder der Zeitplan eng war: Sie hatte stets eine ruhige Art und ein feines Gespür für Qualität“, betont Inhaber Michael Scheibel. Gerade dieses Qualitätsbewusstsein habe maßgeblich dazu beigetragen, dass die Produkte der Brennerei das sind, was sie ausmacht: hochwertig, handwerklich und perfekt.

Im Rückblick erinnert sich die langjährige Mitarbeiterin besonders an die vielen Veränderungen, die sie bei Scheibel miterlebt hat. Dabei habe sie immer geschätzt, dass kontinuierlich in moderne Technik investiert wurde. Der Austausch des alten Leimetikettierers gegen ein neues Modell sei für sie ein Symbol gewesen, wie sehr das Unternehmen darauf achtet, stets am Puls der Zeit zu bleiben.

Eine Kollegin, die Spuren hinterlässt

Auch Geschäftsführer Raphael Sackmann würdigte die geschätzte Mitarbeiterin: Bei der Ehrung zum 25-jähriges Betriebsjubiläum stand der Ruhestand schon fest. „Zu gern haben wir mit ihr zusammengearbeitet, sodass der Abschied uns heute fast unwirklich erscheint“, erklärte Sackmann. Über die Jahre sei Conny zu einer festen Säule des Unternehmens und zu einer Kollegin geworden, deren Teamgeist und Hilfsbereitschaft viele Herzen gewonnen haben.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit allen Mitarbeitenden, Häppchen und einem Glas in der Hand wurde sie offiziell vom Team verabschiedet. Auch für die Kollegen und Kolleginnen war dieser Moment spürbar emotional – schließlich gehörte sie nach mehr als einem Vierteljahrhundert „quasi schon zum Inventar“.

Wenn Cornelia Krumm selbst auf ihre Zeit bei Scheibel zurückblickt, spricht sie jedoch nicht nur von Maschinen und Produktionslinien, sondern vor allem von den Menschen. „Scheibel war für mich wie eine zweite Familie“, erzählt sie. Die gemeinsamen Ausflüge und Feste bleiben ihr dabei besonders in Erinnerung– kleine Auszeiten, die den oft hektischen Alltag unterbrochen und das Miteinander gestärkt haben.

Ein Abschied mit Wertschätzung

Zum Abschied bedankten sich sowohl Geschäftsführer Raphael Sackmann als auch die Inhaber Michael und Martina Scheibel für ihre jahrzehntelange Treue und ihren unermüdlichen Einsatz. Sie würdigten ihre Loyalität, ihre Geduld und die positive Energie, mit der sie Tag für Tag das Arbeitsumfeld bereichert hat.

Auch die frischgebackene Rentnerin blickt optimistisch in die Zukunft. Sie wünsche sich, dass Scheibel seinen erfolgreichen Weg fortsetze und „weiterhin so tolle Produkte entstehen und der Zusammenhalt bleibt“. Für sich selbst plane sie vor allem Zeit mit der Familie – „die mich ganz sicher gut auf Trab halten wird“, fügt sie mit einem Lächeln hinzu.

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Auf dem Bild v.l.n.r.: Michael Scheibel, Martina Scheibel, Cornelia Krumm, Raphael Sackmann